Repräsentation in Gold und Silber – Dukaten, Taler und Medaillen der Grafen von Löwenstein-Wertheim

Termin

18.10.2022 19:30 Uhr

Vortrag von Dr. Matthias Ohm, Stuttgart

Münzen und Medaillen waren wichtige Medien der Repräsentations- und Erinnerungskultur. Auch die Grafen von Löwenstein-Wertheim nutzten Dukaten, Taler und Medaillen, um denkwürdige Ereignisse in Gold und Silber festzuhalten: Regierungsantritte und -jubiläen, Hochzeiten, bedeutende Ämter, die ihnen übertragen wurden, oder wichtige Regelungen, die sie trafen, wie die Einführung der Primogenitur.
Auch Konflikte zwischen den einzelnen Linien und die konfessionellen Auseinandersetzungen fanden ihren Platz auf Münzen und Medaillen. So thematisiert ein Taler, den Graf Eucharius Kasimir am Ende des 17. Jahrhunderts ausgab, die Folgen von (innerfamiliärer) Eintracht und Zwietracht.
Der Vortrag stellt ausgewählte Münzen und Medaillen der Grafen von Löwenstein-Wertheim vor und fragt nach dem ikonographischen Programm sowie nach den historischen Vorlagen in Medaillenkunst und Druckgrafik.

Dr. Matthias Ohm leitet seit 2007 das Münzkabinett im Landesmuseum Württemberg, Stuttgart, und betreut mehr als 180.000 Objekte (Münzen, Medaillen, Papiergeld, Prägewerkzeuge, Siegel und Orden). Er ist Vorsitzender des Württembergischen Vereins für Münzkunde und Mitglied der Numismatischen Kommission der Länder in der Bundesrepublik Deutschland. Seine Forschungsschwerpunkte sind die südwestdeutsche Münz- und Geldgeschichte, die Medaillenkunst und die Geschichte des Stuttgarter Münzkabinetts.

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