Heimerziehung: Kindheit und Jugend in stationären Einrichtungen

 

Gefördert durch die Baden-Württemberg-Stiftung

Menschen, die sich in der Nachkriegszeit in öffentlicher Fürsorge befanden, haben oftmals traumatische Erfahrungen gemacht. Dies betrifft Menschen, die in Kinder- und Jugendheimen lebten ebenso wie diejenigen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe und in Psychiatrien untergebracht waren. Dieser Rechercheratgeber dient dazu, Betroffene und weitere interessierte Personen bei eigenen Recherchen nach Unterlagen zu unterstützen. In den Kapiteln unten finden Sie Hilfestellung zu den folgenden Themen:

1. Nachweis eines Aufenthaltes
2. Personenbezogene Akten aus Einrichtungen, Jugendämtern, Amtsgerichten und weiteren Stellen.
3. Einrichtungen und ihr Personal
4. Suche nach Angehörigen


Die unten und im Text verlinkten Vollmachten sind keine Rechercheaufträge an das Landesarchiv, sondern dienen der eigenständigen Recherche. Wenn Sie Hilfe bei der Recherche benötigen, finden Sie hier Kontaktdaten.

Hinweis für Betroffene

Die Beschäftigung mit stationären Aufenthalten in der Kindheit kann aufwühlend sein. Beim Lesen von Akten stößt man häufig auf befremdliche, sogar abwertende Zuschreibungen und Formulierungen. Eine sehr kritische Sicht auf die Kinder und Jugendlichen war in der Nachkriegszeit und bis in die 1970er Jahre leider üblich und sagt mehr über die Haltung des pädagogischen Personals aus als über die Kinder und Jugendlichen. Vielen hilft es, die Recherche nicht alleine durchzuführen, sondern gemeinsam mit einer Vertrauensperson.


Welche Informationen benötigen Sie, um die Recherche zu beginnen?
  • Name, Vorname, Geburtsdatum und ggf. Geburtsname der untergebrachten Person,
  • Name der Einrichtung
  • (Ungefährer) Zeitraum des Aufenthaltes in der Einrichtung.